Atombombe

Die Wiederauferstehung des Faschismus:

Nachrichten aus der Provinz am Beispiel der Aachener Zeitung vom 6. August 2010.

Zum 65. Mal jährt sich der amerikanische Atombombenabwurf auf Japan. Mehrere hunderttausend Menschen starben, verdampften, verbrannten. Heute geben die deutschen Medien die alleinige Schuld den Amerikanern, die beide Atombomben auf Japan abgeworfen haben.

Alte Wahrheiten überleben, wenn man sie nicht vertilgt: auf Fotographien, in der Bibel und in Zeitungsartikeln. So findet man zuweilen und versteckt den Satz:

Mit dem ersten militärischen Einsatz von Atombomben endete der Zweite Weltkrieg.

Entrissen wird somit der Vergessenheit, dass vor nicht allzu langer Zeit dieselben Zeitungen den Japaner eine Mitschuld oder gar die ganze Schuld am Abwurf der Atombomben gegeben haben und dass der Atombombenabwurf etwas Gutes bewirkt hat, nämlich das Ende des japanischen Faschismus:

keine koreanischen Frauen mehr, die zur Prostitution gezwungen werden; keine chinesischen Zivilisten mehr, die willkürlich massakriert werden; keine chinesischen und koreanischen Arbeiter mehr, die Sklavenarbeit verrichten müssen; keine britischen Soldaten mehr, die in Gefangenschaft gefoltert und ermordet werden; keine japanischen Soldaten mehr, die ihr junges Leben dem Kaiser opfern dürfen.

Die verschleppten Koreaner in Japan haben die Kapitulation nach Abwurf der zweiten Atombombe als Sklavenbefreiung gefeiert, aus Angst vor Repressalien heimlich.

Gleichzeitig zu den Atombombenabwürfen auf Japan und auf derselben Seite erwähnt die Zeitung die Charta der deutschen Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges von 1950. Ein Gedenktag für die deutschen Vertriebenen wird von  beinahe allen Parteien abgelehnt. Den Vertriebenen-Vertretern wird vorgeworfen, dass sie suggerieren, die Vertreibung der Deutschen habe im historisch luftleeren Raum stattgefunden.

Die Zeitung demonstriert überdeutlich, dass die Deutschen, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges aus dem Osten Deutschlands vertrieben wurden, zu Recht vertrieben wurden. Sie wurden bestraft für die Grausamkeiten des Hitlerfaschismus. Die anderen Deutschen, die nicht vertrieben wurden, hatten ein angenehmeres Schicksal. Krieg ist nun einmal ungerecht!

Doch waren die Japaner, die durch die Atombomben umkamen, unschuldig? Wurden sie für etwas bestraft, das sie nicht zu verantworten hatten?

Die Wahrheit ist, dass die Deutschen vertriebenen und die Japaner durch Atombomben getötet wurden, weil sie den Zweiten Weltkrieg verloren hatten. Hätten sie ihn gewonnen, so wäre sie nicht vertrieben und nicht getötet worden, und die gesamte Welt wäre heute faschistisch. Und die Koreanerinnen Sexsklavinnen der japanischen Soldaten.

Warum verachtet die deutsche Journaille die deutschen und verehrt die japanischen Opfer? Warum verhöhnen sie die Koreaner und die Chinesen? Selbsthass? Nein. Rache! Genauer: Hass auf die Amerikaner. Hass auf die Demokratie und sehnsüchtige Liebe zur Diktatur.

Wie komme ich auf darauf?

Weiter hinten in derselben Zeitung, im „Lokales“, lese ich die Meinung geachteter Friedensaktivisten:

Die Erinnerung an den Tod Hunderttausender sollte immer noch Mahnung an uns sein, jeden weitern Einsatz von Atomwaffen zu  verhindern:

„Atomwaffen sind schlecht, Faschismus ist gut!“

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