Der Antisemitismus verschlingt zuviel Energie, dass keine Kraft mehr bleibt, den Unterdrückten zu helfen

Deshalb wird in Deutschland niemand für die Freiheit der Tunesier, der Ägypter, der Jordanier oder gar der Iraner demonstrieren, der ansonsten gern gegen Israel auf die Straße geht.

Es sei denn …, man gäbe Israel die Schuld, warum die Tunesier, die Ägypter, die Jordanier oder gar die Iraner von ihrer eigenen Regierung unterdrückt werden.

Was?

Wie soll man denn potentiellen deutschen Demonstranten erklären, dass die Juden die Schuld an der Unterdrückung der Tunesier, der Ägypter, der Jordanier oder gar der Iraner durch ihre eigene Regierung tragen?

Die meisten Demonstranten haben Abitur mit Hochschulreife?!

Das sollte nicht abschrecken, sondern Ansporn sein!

1930: An Allem sind die Juden und die Radfahrer schuld! Warum die Radfahrer?

Es dürfte keine mentale Überanstrengung kosten, Antisemiten von der Schuld der Juden an Allem zu überzeugen. So steht vor dem Kölner Dom seit Jahren eine antisemitische Hetzschriftsammlung, die 100.000e von Einheimischen und Touristen ungestört und ungefiltert die Gehirne vergiftet. Und nicht alle, die die Domplatte betreten sind à priori Antisemiten, höchstens à posteriori …

Noch wendet sich das Volk in Ägypten und in Tunesien gegen die eigene Tyrannei.
Nicht im Iran: Hier sind die Juden schuld.

Noch sprechen ausgewiesene deutsche Journalisten und TV-Kommentatoren ausgesprochen leise über die Schuld der Juden an die Konflikte in Nordafrika. Noch halten sich bekannte Politiker zurück. Doch wer Ohren hat, der lausche:

Die Ursache lässt sich vom Nahostkonflikt nicht trennen … , wenn dieser gelöst wäre …, ohne Palästinenserproblem … , auch Israel wird seinen Beitrag zahlen müssen …

In jedem arabischen Land werden seinen Bewohnern zumindest Freiheitsrechte vorenthalten. Eine arabische Weisheit lautet: Unter einem Stein wächst kein Gras. Trotzdem könnte das Pflänzchen Demokratie in Tunesien Wurzeln fassen, wenn, ja wenn es die arabischen Nachbarn zulassen. Höchstwahrscheinlich wird bald ein neuer Diktator Tunesien zu Ruhm und Armut mit Unterdrückung führen. In Ägypten balzt Mohammed el-Baradei bereits heute um die Gunst der Islamisten. In Jordanien sind kleinste Veränderungen zu erwarten. Den Iranern wäre eine bessere Zukunft zu gönnen.

Fazit: Früher oder später wird der Alltag im Nahen Osten eingekehrt sein und die deutschen Demonstranten können wieder unbeschwert für Bäume, Frieden, Kopfbahnhöfe und gegen Juden und Atomkraft marschieren.

Der Antisemitismus verschlingt zuviel Energie, dass keine Kraft mehr bleibt, den Unterdrückten zu helfen.

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Eine Antwort zu Der Antisemitismus verschlingt zuviel Energie, dass keine Kraft mehr bleibt, den Unterdrückten zu helfen

  1. Caruso schreibt:

    Der Antisemitismus hindert das Gehirn am Denken. Wie Wahnsinn
    im allgemeinen.
    lg
    caruso

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