Ist 1 Jude 1.000 Araber wert?

Der entführte jüdische Soldat Gilad Shalit wird gegen 1.000 arabische Terroristen und Verbrecher ausgetauscht.

In korrekter Sprache wird 1 Jude gegen 1.000 Araber getauscht.

Ist 1 Jude 1.000 Araber wert?

Nein. Denn jedes menschliche Leben ist gleichwertig, auch wenn Araber in israelischen Gefängnissen im Gegensatz zum Juden in arabischer Gefangenschaft nicht um ihr Leben fürchten.

Warum dann 1 Jude gegen 1.000 Araber?

Weil die Juden dumm und die Araber clever sind?

Möglich. Oder besser:

Weil Juden der Meinung sind, dass Araber das Leben 1 Juden genauso hoch bewerten wie das Leben von 1.000 Arabern.
Weil Araber der Meinung sind, dass Juden das Leben von 1.000 Arabern genauso hoch bewerten wie das Leben 1 Juden.
Somit Juden und Araber der gemeinsamen Meinung sind, dass das Leben 1 Juden dem Leben von 1.000 Arabern entspricht.

Die Welt, die dem Tausch zuschaut, gibt ihnen recht.

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3 Antworten zu Ist 1 Jude 1.000 Araber wert?

  1. Dante schreibt:

    Ich glaube, die ganze „Wertigkeitsdebatte“ ist kompletter Käse, denn an sich ist ohnehin jeder einzelne Mensch so viel wert wie 1000 (und umgekehrt), denn Unendlich mal oder durch Tausend gibt wieder Unendlich (etwas anderes ist natürlich die Bedeutung eines Menschen für eine Gruppe, der er angehört; naturgemäß ist ein Einzelner für diese um so „wertvoller“ oder vielmehr wichtiger, je kleiner diese ist bzw. je schwieriger der Betreffende zu ersetzen wäre, aber das steht auf ’nem anderen Blatt).
    Die Palästinenser haben einfach einen für sie vorteilhaften Deal abgeschlossen und die Israelis gezeigt, dass ihnen ein Einzelner ihrer Soldaten einen hohen Preis wert ist; man könnte auch sagen, ihre Wertschätzung Schalit gegenüber ist größer als ihr Zorn auf die Palästinenser bzw. die Furcht vor ihnen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Die Wertigkeitsdisskussion haben deutsche Kommentatoren (ich erwähnte es) ins Feld geführt, um Israel noch aus seinem großen Entgegenkommen gegenüber seinen Feinden einen Strick zu drehen.

  2. Dante schreibt:

    Nachtrag: „Ich erwähnte es“ bezieht sich auf einen Blog von tapferimnirgendwo zum Thema, und dies bezog sich auf Kommentare auf meta.tagesschau.de

  3. Mel schreibt:

    wie schon in einem anderen blog (tapferimnirgendwo) geschrieben, ist isreal in diesem zusammenhang eine mutter, die sich um ihr kind kümmert, denn auch ich als mutter würde ebenso dafür kämpfen, mein kind zurüchzubekommen.
    es ist ein wahnsinniger tausch, aber er zeigt wahrlich grösse!

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